Westfälische Nachrichten

 

Ostbevern – 07.02.2017

 

Rund 50 Interessenten waren zum Theaterstück „Zwei wie Bonnie und Clyde“ in die Kulturwerkstatt gekommen. Sie erlebten ein Feuerwerk an Tollpatschigkeit.

Von Anne Reinker

 

Herrlich naiv und tollpatschig ist Chantal, und ihr Kompagnon Manni macht es nicht viel besser: Als „Zwei wie Bonnie und Clyde“ scheitern sie im gleichnamigen Theaterstück bei jedem ihrer Versuche, bei einem Banküberfall das große Geld zu machen. Überaus lustig zu verfolgen war dies in der Kulturwerkstatt . Über 50 Besucher genossen die Veranstaltung von Ostbevern Kultur.

„Es sieht ja aus hier wie in einer alten Feuerwache“, brachte Manni ( Toni Röhrig ) eine Spur Lokalkolorit in das Stück. Doch tatsächlich sollte es ein altes Schuhlager sein, in dem Bonnie und Clyde auf der Flucht landen. „Was müssen das für Idioten sein“, wunderte sich Chantal                ( Marjorie Hagenbeck ), als die Nachrichten verkünden, die Gangster hätten die Diebesware im Bankgebäude vergessen und stattdessen die Einkäufe einer Kundin ergriffen. Dass sie selber die „Idioten“ sind, schreckt die Möchtegern-Ganoven nicht davon ab, es weiter zu versuchen. Schließlich möchten sie nach Las Vegas, der Heirat und der Casino wegen.

Doch es nicht einfach, eine Bank zu überfallen. Andere Ganoven kommen ihnen in die Quere und Schwierigkeiten bahnen sich an, die Chantals Intelligenz überfordern und Manni aus der Ruhe bringt. Mit grotesken Wendungen und überaus witzigen Szenen warten die Schauspieler auf und strapazieren die Lachmuskeln der Zuschauer, die das kurzweilige Stück sehr genossen.

 

Artikel der WN über unsere Vorstellung  am 31.01.2015  im Dampfross in Steinfurt-Borghorst

Premiere im Paletten-Theater

Denken ist nicht ihre Stärke

Marjorie Hagenbeck und Toni Röhrig begeisterten mit „2 wie Bonny und Clyde“  das Publikum beim ersten Paletten-Theater im Borghorster Bahnhof.

Nun ja, selbst wohlwollend betrachtet können Manni und Chantal in dem Therater­stück „2 wie Bonnie und Clyde“ den weltbekannten Gaunern aus den 1930er Jahren nicht das Wasser reichen. Dabei gibt sich Manni besonders große Mühe, einen Bankraub perfekt zu planen. Doch naiv und schusselig tritt Chantal in jeden Fettnapf, der ihren Weg säumt. Situationskomik am laufenden Band lieferte am Samstag die Premieren-Aufführung des „Paletten-Theaters“ der Kinder- und Jugendkulturwerkstatt „Dampfross“ im Borghorster Bahnhof. Die von den Kulturwerkstatt-Machern Elke Schmitz und Klaus Uhlenbrock entwickelte Kleinkunstbühnen-Idee startete voll durch: „Wir hatten über 80 Anmeldungen.“. Das reicht für zwei Aufführungen.

Auf die Bühne stolperten in der Rolle des unsäglichen Banditenduos aus dem Münsterland Manni und Chantal die Darsteller Marjorie Hagenbeck und Toni Röhrig. Beide sind Hobby-Schauspieler aus Leidenschaft und seit 2011 erfolgreich mit dem Stück unterwegs.

Sehr viel Glück haben „2 wie Bonny und Clyde“ in ihrem kriminellen Gewerbe nicht. Bei einem Bankraub greift Chantal statt der Tüte mit Geld eine Einkaufs-Tragetasche. Immerhin eine Beute aus mehreren Rollen Klopapier und Fertiggerichten. Die geniale Idee, den misslungenen Raub gleich noch einmal durchzuführen, trägt keine Früchte. Da der weibliche Part des Gaunerduos beim Kartenlesen ständig rechts und links verwechselt, kommen sie anderthalb Stunden zu spät. Wie das ungnädige Schicksal es will, stoßen sie mit einer Diebesbande zusammen, die den Raubzug gerade erfolgreich ausführte. Chantal bringt sich und ihren Partner an den Rand der Gefängnismauern, als sie die Tasche mit dem Diebesgut umklammert. Dabei ruft sie laut und schrill: „ Gib’ das her, das ist unser Geld, das wollten wir klauen.“ Denken ist nicht ihre Stärke, obschon Chantal immer wieder betont, „nicht blöd“ zu sein. Ihr Partner fällt von einem cholerischen Anfall in den nächsten, weil soviel Einfalt einfach zu viel für ihn ist.

Hinreißende Szenen, etwa bei der Probe des Raubzuges im Schuhlager-Versteck, amüsierten das Publikum. Unter der Regie von Kathrin Heinen und Klemens Hergemöller fand das Stück aus der Feder von Tom Müller und Sabine Misiorny an diesem Abend viele Freunde.

 

Artikel über unsere Vorstellung in Treis-Karden erschienen in der Rhein-Zeitung vom 4.6.13

Ein Tisch, 2 Stühle und zwei geniale Darsteller, mehr braucht es nicht, um dem Publikum vor Lachen die Tränen in die Augen zutreiben

Artikel über unsere Vorstellung vom 09.05.2014 in Mettingen aus der Ibbenbürener Volkszeitung

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